Der Kaffee
„Ich lebe seit 27 Jahren in Indonesien und habe in dieser Zeit Beziehungen zu den Kaffeefarmern der Insel aufgebaut. Zusammen mit einigen örtlichen Kooperativen hat unsere Organisation daran gearbeitet, die Qualität des Kaffees ständig zu verbessern. Das ist wirklich keine leichte Aufgabe, zumal hier in jedem kleinen Hinterhof Kaffee angebaut wird. 1998 haben wir eine Aufbereitungsanlage in Siborong-Borong errichtet und halfen den Farmern, Kaffee zu produzieren, der Premiumpreise erzielen würde. Jeder einzelne von ihnen hat alles gegeben, um dafür Sorge zu tragen, dass diese Bohnen zu einem Premiumkaffee werden. Das Ergebnis ist ein Kafffee, der für Sumatra absolut untypisch ist. Mit seinem voluminösen Körper, einer sanften Säure und einem Hauch von frisch geerntetem Basilikum könnte er leicht mit einem Kaffee aus Papua Neu Guinea oder auch Kolumbien verwechselt werden. Genau aus diesem Grund habe ich diese kleine Menge für Starbucks reserviert. Die Batak Farmer und ihre Kooperative sind sehr stolz, dass Sumatra Siborong-Borong ein Black Apron Exclusives™ Kaffee werden durfte.“
Sam Filiaci
Regional Director NCBA/CBI Exports
Die Lage
In Siborong-Borong – einer Stadt im Herzen der Kaffeeanbaugebiete am Tobasee auf Sumatra – steht fast vor jedem Haus einen Webstuhl. Die Frauen vom Stamm der Batak weben damit seit vielen Jahrhunderten ihre wundervollen Gewänder, die sogenannten Ulos. Diesen besonders feinen Stoffen wird nachgesagt, dass sie die Seele, „Tondi“ warm halten. Genauso wie die Ulos ist auch der Kaffee der Batak das Resultat handwerklicher Kunstfertigkeit, die seit Jahrhunderten überliefert wird.
Die Farmen
Das Volk der Batak lebt seit vielen Jahrhunderten im Toba Hochland, weshalb sie auch als „Toba Batak“ bezeichnet werden. Ihr Glaube verbindet christliche und indigene Elemente. Siborong- Borong Kaffee wird ausschließlich von ihnen gepflegt und geerntet.
Die Frauen der Batak pflücken nur die ganz reifen, prallen Kaffeekirschen und entpulpen und waschen sie von Hand. Anschließend wird der Kaffee auf Segeltüchern oder Weidenmatten zum Trocknen in der Sonne ausgebreitet. Dieser Kaffee wird handverlesen und bereits einen Tag nach der Ernte zur Aufbereitungsanlage gebracht, um seine Frische zu garantieren. Die Einheimischen trinken ihren Kaffee „türkisch“, mit Zucker gesüßt. Die Männer genießen ihn über den ganzen Tag in den so genannten kedai (Batak für Café) während sie Zigaretten aus Gewürznelken rauchen, reden und Schach spielen.
Das Land
Die Insel im südlichen Pazifik liegt genau mittig über dem Äquator, südöstlich des malayischen Archipels zwischen Borneo und Neu Guinea. Es ist die größte Insel Indonesiens und die sechstgrößte der Welt.
Der Tobasee ist mit etwa 100 km Länge und 30 km Breite der größte Vulkansee der Erde. Er ist umgeben von hohen Felsen und üppiger Vegetation. Mitten im Tobasee liegt die Insel Samosir, die dreieinhalb Mal größer ist als Singapur.
Verkostungsvorschläge
Die ganze Bandbreite indonesischer Kaffees können Sie entdecken, wenn Sie Sumatra Siborong- Borong mit unserem Whole Bean Kaffee Sumatra aus dem ständigen Starbucks Sortiment vergleichen. Beide schmecken sehr intensiv und haben einen vollen Körper.
Sumatra schmeckt erdig und würzig und weist nahezu keine Säure auf. Sumatra Siborong-Borong hingegen besticht durch den Geschmack von frischen grünen Kräutern wie z.B. Basilikum. Beide Kaffees wurden halbnass aufbereitet, aber Sumatra Siborong-Borong hat nicht den erdigen Geschmack, den diese Aufbereitungsmethode bei indonesischen Kaffee häufig hervorbringt.